Wirkmechanismus
Über den Riechkolben in der Nase gelangen die ätherischen Öle in das limbische System unseres Gehirns. In diesem Gehirnteil werden unsere Emotionen, Triebe, Reflexe und Erinnerungen gespeichert und ausgelöst. Dort wird auch unser vegetatives Nervensystem, welches die Funktion unserer inneren Organ steuert, beeinflusst. So wirken die ätherischen Öle intensiv auf unser Gehirn, ohne dass es uns bewusst wird, da die wirksamen Konzentrationen oft unterhalb der bewusst riechbaren Konzentration liegen.
Die Stimmung, Gefühle, unsere Kreativität , unsere Lebensfreude und unsere Gesundheit werden durch die ätherischen Öle beeinflusst.
Gerade diese sanfte Wirkung aus der Natur sollten wir in unserer schnelllebigen Zeit vermehrt nutzen, um unserem Organismus Harmonie zu vermitteln. Die Wirkung von ätherischen Ölen sind z. T. in Doppelblindstudien erfasst, so werden weniger Fehler bei der Computerarbeit gemacht, wenn man z.B. Pfefferminzöl bei der Arbeit verdampft oder die Herztätigkeit wird durch Zimtöl beeinflusst. Formel 1-Piloten nutzen die aufmerksamkeitssteigernde Wirkung von Pfefferminze ebenfalls und Orangenöl am Arbeitsplatz sorgt für Harmonie und gute Stimmung. Ebenso wurde die sehr gute antibiotische, antivirale und antimykotische Wirkung einiger ätherischer Öle im Laborversuch nachgewiesen.

Anwendung
Die Anwendung ätherischer Öle ist ganz einfach!

Duftbrunnen: Der Duftbrunnen verbindet Raumbeduftung mit Raumbefeuchtung. 8-12 Tropfen in das fließende Wasser träufeln.
Das Wasser im Brunnen verkeimt nicht, da de ätherischen Öle antibakteriell wirken. Ideal für Wohnräume, Geschäftsräume, Praxen.
Duftlampe: Wasserschale vor Anwendung immer gut reinigen und mit frischem Wasser ganz auffüllen. 3-10 Tropfen auf die Wasseroberfläche aufträufeln. Achten Sie beim Kauf einer Duftlampe immer auf den ausreichenden Abstand zwischen Wärmequelle und Wasserschale. Wir haben auch sehr schöne elektrische Duftlampen im Programm.
Aromastreamer: Verteilung des ätherischen Öls in der Luft ohne Wasser und Wärme.
Ideal für Kinderzimmer, Praxen, Büro, Wohnraum.
Duftstein: 3-6 Tropfen auf den Stein träufeln. Duftsteine sind praktisch für Schreibtisch, Nachttisch, Bad und WC.
Bad: 5-20 Tropfen ätherisches Öl auf Vollbad geben. Ätherisches ÖL vorher in 2 Esslöffel Honig, oder flüssige Sahne, Naturseife oder Heilerde vollständig auflösen.
Spezialtipp: 10 Tropfen ätherisches Öl mit 500 g Salz vom Toten Meer vermengen und dem Badewasser zusetzen.
Massage: Auf 100 ml fettes, kaltgepresstes Öl (z.B. Jojoba-, Mandel-, Aprikosenkern-, Wildrosen-, Hanföl).

Einteilung der ätherischen Öle

Die ätherischen Öle werden nach ihrer Flüchtigkeit oder Verdampfungsgeschwindigkeit eingeteilt in Kopfnote, Herznote und Basisnote.

Kopfnote: Diese Öle sind sehr schnell flüchtig, ihre Wirkung ist nur kurz anhaltend 1-2 Stunden.
Beispiele: Zitrusöle, Eisenkraut, Lemongras, Bergamotte
Wirkung: konzentrationsfördernd, stimmungsaufhellend, erfrischend.
Es gibt kaum jemand, der diese Öle als unangenehm empfindet. Gerade in der „dunklen Jahreszeit“ sehr zu empfehlen.

Herznote: Meist Blütendüfte wie Geranie, Jasmin, Lavendel, Rose, Ylang-Ylang.
Wirkung der Öle im Raum länger (mehrere Stunden).

Basisnote: Meist Hölzer, Rinden und Harze. Sehr schwere, warme, erdige Düfte. Ihre Wirkung im Raum kann mehrere Tage anhalten.
Beispiele: Benzoe, Kiefer, Rosenholz, Sandelholz, Weihrauch, Zeder, Zimt, Zypresse.

Kurzübersicht einiger ätherischer Öle nach Wirkung

Erfrischend: Grapefruit, Limette, Zitrone, Bergamotte, Citronella, Petitgrain, Eukalyptus, Minze
Beruhigend: Kamille, Lavendel, Melisse, Rose, Geranie
Schlaffördernd: Kamille, Lavendel, Melisse, Neroli, Sandelholz
Verdauungsfördernd: Anis, Fenchel, Basilikum, Estragon, Koriander, Petersilie, Minze
Konzentrationsfördernd: Pfefferminze, Zitrone, Zirbelkiefer, Rosmarin, Eukalyptus, Ysop, Zypresse
Grippewidrig: Eukalyptus, Thymian, Pfefferminze, Benzoe, Ysop, Lavendel, Teebaum, Cajeput, Ingwer
Husten, Bronchitis: Eukalyptus, Latschenkiefer, Pfefferminze, Thymian
Erotisierend: Vanille, Ylang-Ylang, Jasmin, Moschus, Sandelholz, Zimtrinde

Anwendungshinweise
WARNHINWEISE

Phenolhaltige ätherische Öle (z.B. Thymian, Nelke)
Stark haut- und schleimhautreizend, daher, wie auch Zitrusöle nicht für Ölbäder geeignet, sonst tritt Rötung und Juckreiz auf.

Photosensibiliserende Öle (z.B. Zitrusöle, Bergamotte, Eisenkraut)
Enthalten Furocumarine, die durch UV Strahlung Pigmentstörungen auf der Haut hervorrufen, daher nicht auf die Haut auftragen, wenn man in die Sonne will. (Kölnisch Wasser enthält auch Bergamotte).

Neurotoxische wirkende Öle (z.B. Thymian, Muskatellersalbei, Zedernöl, Eisenkraut)
Enthalten Ketone, daher nur in sparsamer Dosierung u.a. während der Schwangerschaft, bei Epileptikern, Kleinkindern.

Anwendung bei Säuglingen und Kleinkindern
Sie haben einen ausgeprägteren Geruchssinn als Erwachsene. Daher genügen wesentlich geringere Dosen in Mischungen und in der Duftlampe.
Stechend riechende Öle wie Kampfer, Eukalyptus, Thymian sind nicht zu empfehlen und mentholhaltige Öle z.B. Pfefferminze können zum Verschluss der Atemwege führen.
Als grobe Richtlinie gilt für Kinder die Hälfte der Erwachsenendosis, für Babies nur 0,5% Konzentration.
Geeignet sind Blütendüfte, milde Zitrusdüfte und Hölzer: z.B. Rose, Lavendel, Mandarine, Orange, Bergamotte, Honig, Latschenkiefer, Kamille, Vanille, Cajeput.
Bei Kleinkindern nicht mehr als 3-4 ätherische Öle zur Behandlung verwenden, damit keine Überreizung entsteht.

Schwangerschaft
In der Schwangerschaft verboten sind: Eisenkraut, Muskatellersalbei, Nelke, Rosmarin, Basilikum, Wacholder, Zeder, Zypresse, Ysop, Thymian, Speiklavendel, Schafgarbe, Salbei, Oregano, Majoran, Campher, Kreuzkümmel, (Jasmin).

Ätherische Öle und Homöopathie
Ätherische Öle sind mit allen anderen üblichen Therapieformen gut kombinierbar. Vorsicht ist nur geboten bei der Homöopathie.
Hier kann es durch einige ätherische Öle zur Aufhebung der homöopathischen Wirkung kommen (meist aber erst ab D 12).
Zwischen D 6 und D 12 eventuell sogar Wirkungsverstärkung.
Stark körperlich wirkende Öle wie z.B. Eukalyptus, Campher, Minze, Thymian, Kamille sind Gegenmittel zur Homöopathie, da diese ja viel feinstofflicher wirken.

Qualität, Kauf, Lagerung

Für die Aromatherapie eignen sich nur Öle mit bester Qualität. Synthetische Öle haben keine Wirkung eventuell sogar Nebenwirkungen, da sie sich im Körper anreichern und nicht abgebaut werden können. Beim Kauf achten Sie bitte immer auf Volldeklaration auf den Abgabegefäßen.

Es sollte immer vermerkt sein:
– Name der Stammpflanze, botanisch lateinischer Name
– Ursprungsland der verwendeten Pflanze
– Verwendete Pflanzenteile
– Gewinnungsverfahren
– Anbauweise

Bei Anbauweise bevorzugt:
– Wildwuchs/ Wildsammlung
– Biolog. dynam. Anbau (Demeter)
– Kontrolliert biologischer Anbau (kbA)

Preis:
– immer abhängig von der Ausbeute und der Art der Gewinnung
– sehr teure Öle sind Rose, Melisse, Jasmin, Neroli, Kamille, Vanille

Lagerung:
– immer dunkel und kühl
– Sauerstoffzufuhr vermeiden, d.h. Fläschchen sofort wieder verschließen und alsbald verbrauchen.
– in Mischungen mit fetten Ölen sind ätherische Öle besser haltbar ( 2-3 Monate)
– kritische Öle sind: Teebaum, Zitrusöle, Nadelholzöle
– ältere Öle können Hautreizungen hervorrufen

Unser ganz spezielles Angebot für Sie!

Wir laden Sie ein zu einer kostenlosen und individuellen Beratung über die Vorteile der Aromatherapie.
Außerdem stellen wir speziell auf Ihre Beschwerden abgestimmte Mischungen zusammen.

Wir mischen oder nennen Ihnen ätherische Öle laut den Erfahrungen der Aromatherapie bei Beschwerden wie Husten, Bronchitis, Grippe, Zellulitis, Falten, Rheuma, Arthrose, Muskelschmerz, Migräne, Depression, Akne, Neurodermitis und drucken Ihnen kostenlos bekannte Wirkungen der einzelnen Öle aus.

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